Parkett zählt zu den begehrtesten Fußbodenbelägen, alleine schon wegen seiner natürlichen Optik. Dies liegt aber auch vor allem daran, dass ein Parkettboden über einige Vorzüge verfügt, die ihn von anderen Fußbodenbelägen klar hervorheben kann. Dies fängt bereits bei seiner grundlegenden Struktur an.
Standhaft gegen Kratzer
Grundsätzlich unterscheidet man bei Parkettböden zwischen zwei verschiedenen Arten: dem Einschicht- und dem Mehrschicht-Parkett. Letzteres ist unter anderem auch als Fertigparkett bekannt.
Das einschichtige Parkett besteht aus massivem Vollholz, während sich das mehrschichtige Parkett aus zwei oder drei Schichten zusammensetzt. Die oberste Schicht, also die Deckschicht, besteht beim Fertigparkett ebenfalls vollständig aus Vollholz.
Je dicker die Vollholzschicht beim Parkettboden ist, desto öfter kann dieser auch abgeschliffen und neu versiegelt werden. Beim Parkett lassen sich somit sogar Kratzer und andere, eigentlich bleibende, Schäden problemlos entfernen. Dies ist unter Umständen mehrfach möglich, je nachdem wie dick die Vollholzschicht ist.
Da Massivparkett komplett aus Vollholz besteht, kann es öfter abgeschliffen werden als Fertigparkett. Beim Fertigparkett kann nur die Deckschicht geschliffen werden. Im Gegenzug bietet das auch das Mehrschicht-Parkett einige bedeutende Vorteile gegenüber dem Massivparkett. So lässt es sich beispielsweise schwimmend verlegen, während Einschichtparkett stets verklebt werden muss.
Beide Parkettarten weisen also bedeutende Vorzüge auf, die der jeweils andere Parkettboden nicht besitzt. Abgeschliffen und neu versiegelt werden können diese aber, bei besonders starken Beschädigungen, prinzipiell beide.

Parkett versiegeln
Im Grunde gibt es drei verschiedene Arten, mit denen Parkettböden vorbehandelt werden können.
Man kann die Dielen:
- Ölen
- Wachsen
- Lackieren
Welche Methode für Ihren Boden die geeignetste ist, hängt vor allem von der zukünftigen Beanspruchung ab.
Dielen ölen
Zum einen wäre da die Ölung des Fußbodenbelags. Öl bewirkt vor allem, dass andere Flüssigkeiten nicht in die Holzoberfläche eindringen können. Ebenso betont das Öl besonders die natürliche Struktur des Holzes.
Ein geölter Boden ist zwar etwas empfindlicher als ein gewachster oder lackierter Parkettboden, dafür können einzelne Schäden der Dielen aber auch weiterhin problemlos entfernt werden.
Geöltes Parkett sollte regelmäßig poliert und zwei bis drei Mal im Jahr mit einem speziellen Pflegeöl nachbehandelt werden.

Dielen wachsen
Eine zweite Möglichkeit der Oberflächenbehandlung stellt das Wachsen der Holzelemente dar. Durch diese Methode erhält der Parkettboden ebenso eine Atmungsaktivität, wie er es auch durch die Ölung erhält. Zusätzlich dazu ist der Boden fortan aber auch noch weitestgehend wasserabweisend, während sich das Wachs selber äußerst geruchsarm verhält. Der natürliche Holzcharakter bleibt ebenfalls unverändert. Es kommt zu keinen größeren Verfärbungen der Holzfärbung.
Aber auch ein gewachster Fußboden kommt nicht ohne nachträgliche Pflege aus. Einmal im Jahr sollte der Parkettboden mit Pflegewachs wieder nachbehandelt werden. Dabei sollte jedoch darauf geachtet werden, nicht zu viel Wachs aufzutragen. Bei einer zu dicken Wachsschicht kann es passieren, dass der Boden rutschig und klebrig wird.
Dielen lackieren
Die dritte und letzte Methode wäre die Lackierung des Parkettbodens. Dieser wäre damit dauerhaft vor eindringender Feuchtigkeit und Abrieb geschützt! Genauso wie bei der Ölung und dem Wachsen des Bodens. Außerdem kann Parkett auch bei einer Lackierung weiter atmen. Nach der Versiegelung dauert es allerdings ein paar Tage, damit der aufgetragene Lack ausreichend aushärten kann. Erst danach kann der Boden wieder betreten werden.
Bei einer Lackierung fallen allerdings keine Nachbehandlungen mehr an. Sie müssen den Parkettboden lediglich hin und wieder reinigen. Meistens genügt es schon, den losen Schmutz mittels Staubsaugen oder Fegen zu beseitigen. Bei Flecken hilft in der Regel bereits nebelfeuchtes Wischen mit etwas Pflegemittel.
Da die Lackschicht allerdings auch permanent auf den Dielen bleibt, müsste diese bei Schäden komplett abgeschliffen und durch eine neue Schicht ersetzt werden. Normalerweise benötigt versiegeltes Parkett allerdings erst nach gut 15 Jahren einen neuen Lack.

Diverse Gestaltungsmöglichkeiten
Bei Parkett werden verschiedenste Holzarten verwendet, von Ahorn bis zu Zeder. Durch die immense Vielfalt von Holzarten, Farbtönen und Formen sind diverse individuelle Gestaltungsmöglichkeiten möglich. Da es sich bei Parkettböden immer um Echtholzböden handelt, gleicht keine Holzoberfläche mehr der anderen!




Umweltfreundlicher Fußboden in allen Belangen
Viele Parketthersteller achten mittlerweile sehr genau auf eine nachhaltige Forstwirtschaft. Bei dieser wird lediglich so viel Holz abgebaut wie in gleichem Maße auch tatsächlich wieder nachwächst. Dadurch wird der Umwelt nachträglich kein Schaden zugefügt und die Wälder können weiterhin zur Reinigung der Atmosphäre beitragen.
Bei der Verarbeitung und Entsorgung von Parkett wird außerdem deutlich weniger Energie benötigt als bei anderen Baustoffen, wie bspw. Kunststoffen. Die hohe Lebensdauer von Parkett sorgt dafür, dass dieser nur selten entsorgt werden muss, was ihn zu einem äußerst emissionsarmen Holzboden macht. Auch dies macht Parkett zu einem sehr umweltfreundlichen Fußbodenbelag.
Sollte der Parkettboden irgendwann doch mal entsorgt werden müssen, so lassen sich die Holzelemente auf verschiedene Arten weiter verarbeiten.
Parkett kann bspw. zur Energiegewinnung oder zur Herstellung von Spanplatten verwendet werden.

Unterschiedlichste Verlegetechniken
Grundsätzlich lässt sich Parkett auf verschiedenste Arten verlegen. Am gängigsten ist dabei nach wie vor die vollflächige Verklebung, bei der die einzelnen Paneele fest mit dem Untergrund verklebt werden. In den letzten Jahren gewann eine alternative Verlegemöglichkeit aber ebenso an Popularität: die schwimmende Verlegung.
Bei dieser werden die einzelnen Holzelemente mittels eines Klick-Systems miteinander verbunden und so lose auf den Untergrund verlegt. Der Halt des Fußbodens entsteht hier mehr durch den engen Kontakt zwischen den einzelnen Dielen und weniger aus der Verbindung mit dem Untergrund.
Beide Verlegetechniken haben so ihre Vorzüge: Während die schwimmende Verlegung sehr einfach und vor allem auch schnell durchzuführen ist, besitzt die vollflächige Verklebung einen geringeren Wärmedurchlasswiderstand, was vor allem bei Fußbodenheizung zum Tragen kommt. Ebenso verringert Sie den Tritt- und Gehschall.

Parkett birgt noch mehr Vorteile
Hinzu kommen noch diverse andere Vorteile, die ein natürlicher Holzboden wie Parkett mit sich bringt. Er ist hygienisch, dank guter Wärmedämmeigenschaften überaus fußwarm und ebenso für Fußbodenheizung geeignet. Außerdem verbessern Parkettböden das Raumklima, da diese nämlich feucht regulierend sind. Der Boden nimmt die Wärme des Raums auf, speichert diese und gibt sie dann wieder ab.
Wie Sie sehen, haben Parkettböden eine ganze Menge zu bieten! Gerade dadurch, dass es sich dabei um 100 % natürliche Fußböden handelt, ergeben sich unzählige Vorteile, die Ihnen kaum ein anderer Fußbodenbelag bieten kann.
